Toolbox: Struktur & Beteiligung

Projekte brauchen Struktur. In einem großen Projekt lohnt es sich, das Projektteam nach zwei Maßgaben zu besetzten: Aufrütteln und Vergewissern, und das auf Augenhöhe. Das hilft, wenn Arbeits- oder Projektgruppen Transformation in Gang bringen sollen. Aufrütteln bedeutet über den Horizont hinaus, “out of the box” zu denken. “Vergewissern” bedeutet, auf die Verwurzelung in Werten und Strukturen eines Unternehmens zu achten. Aus meiner Sicht sollte Projektteams daher gemischt sein – unter anderem aus folgenden Mitarbeitenden:

1. Teamleiter*innen – diejenigen die Redaktionen/Bereiche führen und entscheiden können – aber nicht alle, nicht jeder einzelne.
2. Freie Mitarbeiter*innen und Redakteur*innen, die nicht leiten, aber ihre Bereiche prägen, weil sie für die Ziele eines Prozesses stehen oder sozial tief in den Redaktionen verwurzelt sind.
3. Kolleg*innen, die in angrenzenden Bereichen oder anderswo im Unternehmen arbeiten und mit guten #Impulsen und kooperativem #Talent schon heute aufrütteln und das Unternehmen voranbringen.

In dieser Mischung haben Teams (mit 10-12 Mitgliedern) in einem größeren Projekt, das ich begleitet habe, auf der einen Seite neue Ideen entwickelt, sie aber in Debatten auch an der Realität gemessen und sich vergewissert, dass sie praxistauglich sind.

Zudem haben alle Teammitglieder ihren Kolleg*innen regelmäßig von der Projektarbeit erzählt. Auf diese Weise haben wir neue Botschafter für den Prozess gewonnen. Und wir haben die neuen Arbeitsweisen nicht vor allem durch die Hierarchie oder einer fernen Projektmannschaft entwickeln lassen, sondern durch die Kolleg*innen, die heute und auch später operativ unsere Newsrooms am Laufen halten.

Bild: Pexels/Fauxels