Toolbox: Widerstand (ist zwecklos?)

Widerstand erfahren Projektmanager in nahezu jedem Veränderungsprojekt, klar. Aber was macht man mit denen, die man nicht oder nur schwer erreicht in einem Veränderungsprozess? Niemand erreicht alle, oder? Und “mitnehmen” kann man noch einen 6er Bier im Supermarkt – aber Menschen?

Es hilft, wenn es wenig Zweifel an den grundsätzlichen Zielen eines Projektes gibt. In Medienhäusern ist der Purpose, das Narrativ digitaler Transformation oft klar – kaum jemand hat Zweifel daran, dass wir in der linearen Medienwelt Freiräume für Journalismus auf #digitalen Kanälen schaffen müssen. Bei einzelnen Lösungen, Details, Ideen gab und gibt es aber durchaus Widerstand, Kritik, Zweifel – natürlich!

Wichtig ist aus meiner Sicht, für diese Themen Foren und Kanäle zu schaffen, um Kolleg*innen die Chance zu geben, auch kritische Töne klingen zu lassen. Zum anderen ist es wichtig, diese Themen auf #Augenhöhe ernst zu nehmen, ohne für jedes eine Lösung zu kennen oder anzubieten.

Entscheidend ist aus meiner Sicht die aufrichtigeehrliche Kommunikation auf Augenhöhe. Und Erkenntnis, dass Widerstand dazugehört, dass es ihn manchmal braucht, um Workflows, Konzepte, Strukturen zu schärfen. “I hear you” bedeutet nicht, jede Sorge ausräumen zu wollen, sondern, Menschen ernst zu nehmen.

Widerstand kann produktiv sein. Widerstand darf ein Projekt aber nicht zum Stillstand bringen.

Bild: Zacharias Korsalka